Man benötigt für die Antarktis warme Kleidung, denn wenn
nur etwas Wind weht empfindet man die Luft wegen des Chillfaktors als sehr kalt.
Sobald die Sonne scheint, gerät man auch schon einmal ins Schwitzen. Die
Zwiebeltechnik ist angesagt. Aber egal wie gut das Wetter zu Beginn einer
Anlandung aussieht, ziehen Sie sich immer warm an. Wetterumschwünge passieren
schnell.
Kleidung:
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lange
Skiunterwäsche aus Seide (zwei Paar)
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lange
Fleeceunterziehhose (zusätzlich für frierende Damen)
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wasserdichte,
warme Überhose möglichst bis über die Nieren reichend oder wasserdichte
Fahrrad-, Segel- oder Regenhose, möglichst mit seitlichen Reißverschlüssen,
darunter sollte aber noch eine warme Fleece-Hose getragen werden.
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mehrere
dünne Pullover und eine dicke Polarfleecejacke mit Reißverschluss (meist steht
man länger zum Beobachten und friert dann so langsam durch)
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dicker
wasser- und winddichter Anorak (wird von den meisten Schiffen gestellt,
erkundigen Sie sich beim Unternehmen).
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Schal
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Mütze,
bei Kappen mit Ohrenschützer und Capholder
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Handschuhe
am besten dünne Baumwollfingerlinge, mit denen man Kameras bedienen kann und
zusätzlich darüber dicke Ski-Handschuhe für die Zodiaküberfahrt, Handschuhe
in doppelter Ausführung. Handschuhe werden oft durch Schnee oder Wasserspritzer
bei Zodiakfahrten naß und man macht oft zwei Anlandungen am Tag.
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Gummistiefel
mit guter, grobstolliger Sohle und hohem Schaft möglichst mindestens eine Nummer größer, um
mehrere dicke Fleecesocken oder Fleece-Strümpflinge anziehen zu können.
Stiefel werden ebenfalls oft von Schiffen gestellt (erkundigen!).
Wichtig ist:
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immer
eine Sonnenbrille anziehen, auch wenn die Sonne nicht scheint, da starke
Reflexion. Sportbänder für (Sonnen)brillen nicht vergessen, denn weg ist weg.
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Sonnencreme
mit hohem Lichtschutzfaktor fürs Gesicht.
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Lippenschutz
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Einweg-Handwärmer
= ein spezielles Pulver in einem Kissen, das bei Kontakt warm wird, erhältlich
in Ausrüstungsgeschäften, für diejenigen, die immer kalte Hände haben.
· ein Wanderstock (Einbeinstativ/Teleskopstock für Nordic walking) als Gehhilfe ist sehr nützlich, da es keine richtigen Wege gibt und man oft über groben Schotter/Steine geht.
Für Fotografen:
wasserdichte Fototasche oder Rucksack, alternativ einen stabilen Müllsack zum Drüberstülpen bei regnerischen oder stürmischen Zodiakfahrten. Wenn man einen Müllsack gut zubindet, ist der Inhalt wasserdicht. Man kann wegen der obligatorischen Schwimmweste nur kleine Taschen für Fernglas oder Digitalkamera unter dem Anorak tragen.
Auf europäischen Schiffen gilt 220 Volt Wechselstrom mit normalen Schukosteckdosen (z.B. Deilmann, Hapag Lloyd, Hurtigruten). Auf ausländischen Schiffen (z.B. bei der in den USA gebauten MS Ushuaia), benötigen Sie einen Adapter für die Steckdose. Dieser ist im Elektrofachgeschäft zum Beispiel als "Reiseadapter/Weltreisestecker" erhältlich. Diese Schiffe haben ein anderes Stromsystem, meist 110 Volt Wechselstrom an Bord. Digitalfotografen sollten sicherstellen, dass das Ladegerät der Kamera und des Laptops bei 110 Volt funktioniert. Bei den neuen Geräten ist das meistens automatisch der Fall. Nehmen Sie zusätzlich einen Mehrfachstecker mit. Denken Sie auch an Leer CD's zum Brennen ihrer Bilder, einen Reserve-Akku und Reserve-Speichermedium für die Kamera.