NEUE Route: Halbumrundung der Ostantarktis von Hobart nach Kapstadt mit der Commandant Charcot (13.2.-23.3.26) - Semicirculation eastern Antarctica from Hobart to Cape Town
For our international shipmates: please use the google translation....
(sofern Internetverbindung besteht, wird alles live am gleichen oder spätestens am nächsten Tag berichtet und hochgeladen, die Verbindung ist Dank "Starlink" generell gut).
Am Freitag Mittag geht es los:
13.02.2026 Frankfurt - Dubai 21:10 - 06:40 (+1) = 6,5 h Flug
14.02.2026 Dubai - Melbourne 10:00 - 06:25 (+1) = 12,5 h Flug, dann Immigration
15.02.2026 Melbourne - Hobart 12:25 - 13:45 = 1,3 h Flug
Macht bei 10 Stunden Zeitverschiebung, in Australien ist es daher früher als zu Hause, mit Anreise und Wartezeiten etwa 40 h...
Wir fahren gegen 12:00 von zu Hause los, parken den Wagen auf einem Mietplatz und dann geht es mit dem Shuttle zum Terminal. Gepäck abgeben und in der Lounge Kaffee trinken. Die Anreise wird knapp 2 Tage brauchen. In Hobart haben wir einen Sicherheitstag eingeplant, den wir zum Ausschlafen nutzen werden. Die Zeitverschiebung beträgt immerhin 10 h und wir kommen aus dem Winter in den Sommer. Nahe am Hafen gelegen, wollen wir das dortige Antarktis-Museum besuchen: hier gibt es eine Replik der Mawson Hütte, die wir auf der Fahrt am Kap Denison vielleicht besuchen werden. Am 17.2. geht es dann mit dem Taxi zum Kreuzfahrtterminal, um dort um 16:00 auf der Charcot einzuchecken. 2024 sind wir von Neuseeland (Christchurch) aus zu unserer zweiten Semi-Westantarktis aufgebrochen.

Wir werden auf einer neuen Route erstmals um einen großen Teil der Ostantarktis bis zur Höhe des Amery Shelfeis fahren, um dann nach Norden "abzubiegen" Richtung auf die Französischen Subantarktischen Inseln, dem Crozet-Archipel bis zu den Kerguelen-Inseln mit ihren Goldschopf- und Königspinguinen. Hoffentlich können wir dort als frz. Schiff anlanden. In Kapstadt werden wir die Schiffsreise beenden. Hier bleiben wir noch einige Tage, um uns vor allem die Brillenpinguine anzusehen, die wir noch nicht kennen. Dann haben wir alle 17 Pinguinarten am Standort gesehen.
Soweit der Plan, wir werden sehen, was unsere Ziele im Einzelnen von den Wetterbedingungen hergeben...
Es bleiben zahlreiche Seetage für Vorträge und Austausch mit Freunden von früheren Reisen mit der Charcot - dies ist jetzt seit 2021 unsere siebte Reise mit diesem tollen Eisbrecher - und natürlich mit unseren Lektoren, wo sich auch schon viel kollegialer Austausch und Freundschaft entwickelt haben. Unser Kapitän wird wieder Stanislas Devorsine sein, der erfahrenste Eisbrecher Fahrer der ganzen Antarktis! Brauchen wir auch, denn unsere Route ist Neuland durchs antarktische Meereis. Und hurra, Florence Kuijper ist wieder unsere EL!
Wir sind jedenfalls voller Vorfreude und schon mächtig gespannt wie die Reise werden wird...!!!

Hobart Hafenansicht: Fischereihafen. Foto AK
15.-16.2.: In Hobart haben wirt tolles Wetter: Sonne und 21-25°C: nach Dusche und 3h Schlaf gehen wir was essen und schlafen dann von 21 Uhr bis 8:30 morgens durch. Um 10:00 starten wir die Museumstour. Erst zur Replika der Mawson Hütte, so wie sie auch restauriert in der Antarktis steht, dann ins Tasman Museum & Art Gallery zur Antarktis Ausstellung und zur Tasmanischen Uni am Hafen, die dort seit 2011 ein großes Institut IMAS (centre of excellence: institute for marine and Antarctic studies) für Antarktisforschung betreiben. Ein sehr großzügiger Neubau!

Louis Bernacchi, der tasmanische Fotograf auf Borchgrevink's und später auch Scott's Expeditionen steht in Bronze am Hafen. Mawson's Hütte als Replika nicht weit davon. Fotos AK

Rags, ein pensionierter Mitarbeiter des Australian Antarctic Survey, erklärt uns Mawsons Hütte und das Leben der 18 Expeditionsteilnehmer in dieser Enge und Kälte. Mitte: Blick in die 1,5 qm große Dunkelkammer Frank Hurleys (1911-14), der solche ikonischen Fotos auf Glasplatten von der Shackleton Expedition (1914-15) aus der Antarktis mitgebracht hat. Die hier gezeigten Kameras sind Laufboden- und Reflextypen aus den >1920er Jahren. Fotos: links und Mitte AK, rechts Frank Hurley
Am Eingang des IMAS wacht eine Kopie der Büste Roald Amundsens. Das Original steht vor der Koldewey Station in Ny-Alesund auf Spitzbergen. Foto: RK
Die Luftaufnahme von Hobart steuerte eine gute Freundin bei, die selbst Hobby-Pilotin ist. This beautiful aerial shot was given to me by CF for publication...
17.2.: Tag eins der Schiffsreise - Im Hafen müssen wir erst durch den Zoll wegen der Ausreise. Einschiffung für 196 Paxe ab 16:00. Das Wetter wird immer toller, jetzt sind es schon 30°C - wir schaffen nachmittags die 33°, sagte unser Taxifahrer. Um 17:00 ein kühler Drink in der Bar auf Deck 9. 17:30 Sicherheitseinweisung obligatorisch für alle. 19:15 ablegen, jetzt regnet es und die Sicht ist nix mehr für Fotos, schade. 19-20:00 Wir essen zu Abend. Prima das Beef Wellington und dazu ein kühles Bier. 20:00 Parkas anprobieren. 20:15 Noch ein Helles an der Bar Deck 9, um den Flüssigkeitsverlust des Tages auszugleichen. 21:30 Dusche und Bett. Sobald wir von der Küste wegkommen, so gegen Mitternacht, fahren wir in einen ehemaligen Sturm mit 5m hohen Wellen hinein. Wir räumen vor dem Schlafen gehen alles weg, was umfallen könnte. Die Außendecks und Balkone werden geschlossen...
18.2.: Die Nacht bleibt ruhig, die Charcot rollt & stampft minimal, wie vom Kapitän angekündigt. Die See hat immer noch 5m Wellenhöhe, der Himmel ist meist bedeckt, es sind nur ganz wenige Seevögel unterwegs. Königs- und auch Wanderalbatros haben wir gesichtet. Der Kapitän meldete gerade noch 1100 sm bis zur Eiskante. 200 sm haben wir hinter uns. Samstag früh morgens sollten wir das Eis erreichen. Die Gesamtstrecke von Hobart bis zum antarktischen Festland oder der vorgelagerten Insel Dumont d'Urville beträgt etwa 2.700 km.

Sieht erstmal harmlos aus von Deck 5, aber zwischen den 5 Meterwellen kommt dann auch immer mal was Größeres. Das hat uns beim Lunch auf Deck 9 die Teller vom Tisch gewischt und der Swimming Pool ist auch übergelaufen... Fotos: AK
Man glaubt es kaum: 20:30 kommt die Sonne kurz raus. Jede Menge Wetter auf dieser Überfahrt. Foto: AK mit Samsung Galaxy durch die Scheibe der Lounge auf Deck 9
Gegen Abend wird der Wind stärker und das Wetter wieder schlechter. Bis Samstag soll sich der Wind aber legen, so die aktuelle Vorhersage bei windy.com. Wir kreuzen halt die "Roaring Fourties", dann die "Furious Fifties" und kommen in die "Screaming Sixties."
19.2.: Diese Nacht stellen wir die Uhren eine Stunde zurück. Wir sind morgens bei 51°S und damit in den "Furious Fifties" unterwegs. Das Wetter bietet immer den gleichen Wind aus der südpolaren Zirkulation (dunkelblau), die im Uhrzeiger Sinn um die Antarktis bläst und so eine gigantische Meeresströmung induziert:
Wind und Wellen kommen immer von Steuerbord. Foto: RK von der Brücke aus
Überraschung abends um 22:10: während ich schon in Morpheus Armen liege, weckt mich Renate mit dem Satz, "der Kapitän hat gerade Polarlichter gemeldet." wir sehen sie weißlich durchs Balkonfenster. Raus können wir nicht, alles verrammelt. Der Kapitän stoppt das Schiff und Renate geht auf Deck 8 auf die Brücke. Zwischenzeitlich wird auf Deck 9 die Observation Lounge nach draußen geöffnet, was wir nicht wissen. Da hätte ich mein Stativ windgeschützt aufbauen können... Der Stopp bringt aber nicht viel, wir haben immer noch 3m Wellen, aber der Wind hat auf 5-6 Windstärken nachgelassen. Die Schiffsbewegung macht Stativfotos mit den erforderlichen 1-2 sec. schwierig. Aber immerhin unsere erste Aurora australis seit vielen Jahren...
Die I Phone Besitzer waren cleverer als ich. Daher haben die Reisegenossen Tony und Karen mir mit zwei Bildern ausgeholfen, die ich hier gerne dankbar präsentiere:


Zwei Fotos der Aurora australis von Anthony Leung und Karen Ng!
20.2.: Um 5 Uhr weckt mich ein roter Himmel. Für 5:27 ist der Sonnenaufgang am Informationsbildschirm angegeben. Wir sind mit guten 15 kn nach Süden unterwegs. Da die See deutlich ruhiger geworden ist, haben wir heute volles Programm. Vorstellung des Expeditionsteams, diverse Vorträge (Kapitän und EL erklären was sie vorhaben, aber alles wird am Eis und Wetter hängen), Stiefelausgabe und abends das verspätete Galadiner. Alle Fenster sind mit einer Salzkruste verschmiert, da ist in den nächsten Tagen für die Crew viel Arbeit angesagt: Brücke, Lounges auf 5 + 9, wie auch der Umlauf auf Deck 5 (330m für den Frühsport) müssen vom Salz befreit werden. Dann kommen die Kabinenfenster dran. Auch da gibt es eine Hierarchie: zuerst die Suiten... :-), Nein unser Steward reinigt das Kabinenfenster schon Mittags.

Fotografenpech: schöne Wolken durchs Salzfenster, Salz überall, bis in die äußersten Ecken... Und die Außentüren sind immer noch verrammelt! Der Kapitän sprach in diesem Zusammenhang vom "eingesperrt sein", zu Recht.
So die Fenster sind bis heute Nachmittag alle geputzt und wir haben auch seit 11:00 wieder "Freigang" auf allen frisch geputzten Außendecks. Heute Abend gibt es nochmals die Chance auf Aurora australis, so die Wolken aufreißen ? Warten wir es ab und hoffen das Beste. Stativ und Kamera sind diesmal bereit... Ja, Pustekuchen, abends stürmt es wieder und die Wolken hängen tief...
21.2.: Heute irgendwann spät könnten wir das Eis erreichen, mal sehen... Beim Eisbrechen unterliegen wir den IAATO und den noch strengeren TAAF (French Southern and Antarctic Lands) Regeln: Das Festeis (also das ans Land angefrorene) gilt als Habitat für Robben und Pinguine und darf nicht gebrochen werden. Daher ist aktuell fraglich, ob wir die Commonwealth Bay und damit die Mawson Hütte überhaupt erreichen können. Weiter draußen liegendes Pack- und Treibeis dürfen wir befahren. Die Grenzen dazu sind derzeit trotz Satellitenfotos unklar, wir werden wahrscheinlich einen Aufklärungsflug mit dem Hubschrauber machen müssen.
Der Kapitän erklärte in seinem Vortrag, wie schwierig es sei, die Eiskarten zu lesen: sie sind mindestens ein paar Stunden alt, große Eisplatten lassen sich gut erkennen, aber in der Commonwealth Bay scheinen die Verhältnisse zwischen Fest- und Treibeis unklar. Der Wind (rechts) spielt auch eine große Rolle: er treibt das Treibeis. Bei der französischen Forschungsstation Dumont d'Urville pfeift es aktuell ganz gut bis zum Montag.
(aus A.Kostrzewa 2011)
Derzeit, um 7:00, ist der Himmel zu 100% bedeckt, das Meer relativ ruhig und wir fahren mit >15 kn weiter Richtung Süden. Für die 2.700 km Anreise von Hobart bis Commonwealth Bay muß man halt minimal vier Tage kalkulieren. Wir haben gestern am Spätnachmittag die Antarktische Konvergenz passiert und heute Morgen gegen 8:00 auch den 60sten Breitengrad Süd überqueren. Damit wären wir in der ozeanografischen Antarktis angekommen !

Ruhige See, wir machen Speed mit bis zu 17 kn... Foto: AK
13:15 treffen wir auf unseren ersten Eisberg...
Fotos: AK
Immer noch Samstag: Höre gerade (18:30) das Commonwealth Bay wegen Sturm morgen nicht geht, jetzt ist Dumont d'Durville, die frz. Antarktisstation etwas weiter westlich unser Ziel. Die Station selber dürfen wir nicht mehr besuchen, die haben schon auf Winterbetrieb umgestellt und können wegen diverser Ansteckungsgefahren keine Besuche mehr empfangen, weil sie ab jetzt für viele Monate auf sich allein gestellt sind...
22:2.: Wir haben den südlichen Polarkreis soeben überschritten, der hier im Adelieland ganz nah an der Küste verläuft und fahren einen Schlingerkurs zwischen großen Eisschollen und kleineren Eisbergen. Leider ist es nebelig. Wir wollen im Laufe des Vormittags auf der Gouverneursinsel mit den Zodiacs anlanden. Kapitän Devorsine kennt sich hier bestens aus, hat er doch viele Jahre den frz. Eisbrecher ASTROLABE befehligt, der die Versorgung der Station gewährleistet. Der ist übrigens auch hier hin noch unterwegs und wir werden ihn wahrscheinlich treffen. Die letzten drei sm sind nicht kartiert und so schicken wir ein großes, zweimotoriges Zodiac mit elektronischen Tiefenlot 500 m voraus, was direkt mit dem Navigationscomputer des Schiffs verbunden ist. Gleichzeitig wird die neue Kartierung allen Schiffen weltweit zur Verfügung gestellt, da die elektronischen Seekarten immer sofort aktualisiert werden. Das Expeditionsteam ist seit 8:00 draußen und sucht nach einem günstigen Anlandeplatz, lädt dann die Sicherheitsausrüstung aus und bringt uns - die erste Gruppe von 100 Paxen - gegen 9:40 an Land. Wir haben 1,5h zum Erkunden auf der Insel mit Blick aufs Festland, den antarktischen Kontinent. Die ersten (mausernden) Kaiserpinguine haben wir auch schon auf Fernglasdistanz auf diversen Eisschollen beobachten können. Es schneit in dicken Flocken.
Wir haben heute Zeit: nur 8 Mann im Zodiac haben eine ruhige Überfahrt, die Anlandestelle ist Wind geschützt.
Wir stapfen durch den Schnee zum vermeintlichen Aussichtspunkt auf die Station Dumont d'Urville (DDU) auf der Nachbarinsel, aber der Schnee verhindert die Sicht weitgehend.
Der Gneiss auf der Insel ist grobkörnig, eisenhaltig und etwa 1,7 Milliarden Jahre alt. Damit dürfte es sich um einen Urkraton ("Miniplatte") handeln, der sich an die Antarktis angelagert hat. Fotos: AK
Nachmittags haben wir noch den Stationsleiter der DDU, Nicolas Puvis, an Bord, der über das Stationsleben berichtet: Heute war die letzte Versorgungsfahrt der Astrolabe für die nächsten acht Wintermonate dort angekommen und beide Schiffe begrüßen sich, die Kapitäne sind befreundet. Wir haben heftigen Schneefall und der Wind frischt auf.
L'Astrolabe auf der letzten Versorgungsfahrt für die Station Dumont d'Urville. Foto: AK
Für Morgen sind nochmals die Commonwealth Bay und der Mertz Gletscher geplant. Mit den Zodiacs wird es bei 40 kn Wind nichts werden. Mawson Hut gilt ja als "The Home of the Blizzard": Sir Douglas Mawsons eigenhändiger Bericht über die Australasiatische Antarktisexpedition 1911–1914. Wir werden dann von Bord aus gucken, so richtig schön dekadent mit einem Drink in der Hand :-)
23.2.: Unser Weg zurück zur Commonwealth Bay wird durch eine unendliche Kette riesiger Eisberge begleitet. Die kommen vielleicht vom Mertz- und Ninnis Gletscher oder vom Cook Eisschelf.
Frühmorgens: eine Kette riesiger Eisberge begleitet uns bis zur Commonwealth Bay. Foto AK
9:30 In der Bay angekommen liegen wir 9 sm vor Cape Denison. Das Festeis ist hier noch 3m dick und darf sowieso nicht gebrochen werden, könnten wir auch nicht ! Fotos vom Cape gelingen wegen der flimmernden Luft nur leicht unscharf:
Cape Denison mit 500mm - irgendwo da verbirgt sich Mawsons Hut, gut das wir die schon in Hobart besuchen konnten. Foto: AK

Achtung in den linken Karten ist der Südpol oben... In der Windkarte ist Norden oben (Grafik AK)
17:30 wir erreichen den Mertz Gletscher. Die Gletscherzunge ist 80 km lang und 24 km breit. Die sichtbare Höhe beträgt 40-45m. Wir fahren in einen "Fjord"/Grabenbruch (engl. Rift) in der Mitte der Gletscherzunge ein, die schon kartografiert ist. Da kommen wir aber wegen dichtem Packeis auch nicht weiter.


Wir erreichen die Fahrrinne, die die Charcot schon 2023 kartografiert hat (Karte oben links), die ist aber nun vom Packeis blockiert. Fotos: AK
Bis hierhin und nicht weiter, der Kapitän dreht ab, damit wir uns hier nicht selbst in eine schwierige Situation bringen, es gäbe keine Hilfe, keinen größeren Eisbrecher, der uns freischleppen könnte. Kein unnützes Risiko eingehen! Foto: RK von der Brücke aus Den Kaiserpinguinen ist es egal, sie lieben die Eisschollen als Mauserplatz. Foto: AK

In der Nacht auf den 24.2. schippern wir Richtung Magnetpol, den wir abends erreichen wollen... Foto: AK von der Brücke aus
Bei Nacht: 6 Offiziere auf der Brücke und 6 Superscheinwerfer, die besonders das Eis aufleuchten lassen, sind nötig nachts bei so einem Sauwetter sicher zu navigieren: "gefährlich" sind größere Eisgrowler (so groß wie eine Garage) die kaum aus dem Wasser ragen und vom Radar nicht erfaßt werden können. Wenn wir die Midships erwischen, tut es einen dicken Bums und alle sind wach. Dem Schiff passiert nichts, in den Kabinen hört man das aber bis zum Heck, wo wir wohnen.
24.2.: Wir sind auf dem Weg zum südlichen Magnetpol, den wir zum Abendessen erreichen sollen. Der Kapitän berichtet gerade, dass der Magnetkompass schon zu spinnen anfängt. Kreiselkompass und GPS funktionieren natürlich. Gegen 19:15 wird dieses Ziel auf dem Helideck begossen werden.
Bis es soweit ist, haben drei Gruppen von fressenden Buckelwalen unsere Aufmerksamkeit verdient. Wir kommen sehr nah an eine Dreiergruppe heran und Kapitän Devorsine stoppt das Schiff für eine halbe Stunde. Super !
Buckelwale jagen auf Steuerbord neben dem Schiff: (oben, links) sieht man eher selten: die warzige Schnauze. Warum der eine (unten) mit dem Schwanz aufs Wasser schlägt, ist nicht ganz klar. Fotos: AK
Der magnetische Südpol ist der Punkt, an dem die Kraftlinien des Erdmagnetfelds zusammenlaufen, und der die Magnetnadel des Kompasses anzieht. Während der geografische Südpol der südlichste Fixpunkt der Erde ist und den Schnittpunkt der Erdachse mit der nördlichen Erdoberfläche markiert, bewegt sich der magnetische Südpol. Er ist nämlich an das Erdmagnetfeld gebunden, das seinen Ursprung im äußeren Erdkern hat, der aus geschmolzenem Metall besteht und Konvektionsbewegungen unterliegt. Auf der französischen Expedition von Dumont d’Urville in die Antarktis, an Bord der berühmten Schiffe L’Astrolabe und La Zélée, führte der Hydrograph Vincendon-Dumoulin die erste Berechnung der magnetischen Neigung durch, die es ihm ermöglichte, diesen Pol im Jahr 1838 zu lokalisieren.
Mit diesem senkrecht stehenden Kompass, einem sog.
Inklinationskompass, kann man die Feldlinien des Magnetfeldes an jedem Punkt der
Erde vermessen. Zeigt die Anzeige 90° nach unten, befindet man sich genau über
dem Magnetpol.
Alle sind happy, wir sind am Magnetpol ! Fotos: AK, 2xRK, KW Schulte
25.2.: Wir sind vorbei an der Porpoise Bay mit dem tollen Treibeis und den fantastischen Eisbergen bei teilweisem Sonnenschein. Die Motive springen ins Auge.
Eisberge ins Eiswürfelmeer, ein paar Robben dazwischen und alles steht draußen und macht Bilder... Fotos: AK
Und unser schönes Schiff - was das alles ermöglicht - mittendrin. Fotos: RK
Happy Ship - Happy People Foto: AK
Sogar alle fünf Robbenarten waren zu beobachten: Seeelefant, Weddellrobbe, Krabbenfesser, Rossrobbe & Seeleopard, die letzteren sogar in guter Fotodistanz auf diversen Eisschollen.
Oben: Seeleopard, Krabbenfesser, Unten: zweimal Rossrobbe. Fotos: AK
Nachmittags gibt es weitere Highlight: Lucia Simion organisiert eine Videoverbindung mit der ital.-frz. Station CONCORDIA, die 1.200km weit im Inland liegt: Sie führen uns per Video eine Stunde durch die etwas kargen Räumlichkeiten, dann haben wir noch 30 Minuten diskutiert und konnten Fragen stellen. Hochinteressant, Lucia war als Wissenschaftsjournalistin mehrfach über Sommer dort. Also alles in allem ein sehr interessanter Tag mit großer Fotoausbeute...

Lucia, Gabriele (Station Leader) and Doc Maxim live from Concordia to our ship. Fotos: 3x Concordia aus dem Netz, 3x AK von der Videoleinwand abfotografiert, einmal Portrait von Lucia.
26.2.: Der Dalton Gletscher steht für heute auf dem Plan. Wir stoppen für eine Gruppe Orcas und einige Buckelwale. Die sind aber für mich zu weit weg für gute Fotos. Einige hatten mehr Glück. Dafür entschädigt mich ein Rußalbatros in meinem Sucher. Es fängt wieder an zu regnen. Überhaupt ist die Temperatur zu hoch für die Jahreszeit, sie pendelt aktuell um 0°C und steigt später auf +3°C.
Graumantel-(Ruß)albatros (Light-mantled Albatross/Phoebetria palpebrata) Fotos: AK
Mangels Sicht kann der Hubschrauber nicht fliegen. Er sollte uns einen Anlandeplatz am Gletscher ausmachen. Dort ist es aber total nebelig. Ausweichziel vormittags ist eine 5 x 7 km großer Eisberg, den wir in fahlem Sonnenschein halb umrunden. Da kann ich bequem von der Backbordkabine aus, auf dem Balkon sitzend, interessante Eisstrukturen fotografieren:
Fisheye-Perspektive vom Balkon aus. Das Meer nagt heftig an diesem Eiskoloß von 5x7km. Fotos: AK
Nachdem wir den Eisberg passiert haben, ist unser nächstes Ziel die australische Station CASEY. Für nachmittags verspricht uns der Kapitän ein Feld mit großen Eisbergen.
Noch mehr Eisberge... Fotos: AK
Die Präsentation aus Casey: das Bild ruckelt ein wenig, der Ton mal zu laut, dann zu leise, aber sonst klappt alles Fotos: AK
Danach haben wir eine gute Stunde eine Präsentation aus Casey, die spulen einen Einblick ins wissenschaftliche Programm ab, aber leider keine Führung durch die Station. Unsere EL leitet die Diskussion.
Uff, ein propevoller Tag heute, man kommt mit Bilder entwickeln (fotografiere alles nur in RAW) und texten kaum noch hinterher...
27.2.: Wir erreichen die Station Casey, dürfen aber wieder nicht dort anlanden, wie man uns gestern erklärt hat. Die Überwinterer sollen sich keine Keime bei uns einfangen, klar und gerechtfertigt. Wir könnten auch nicht dort anlanden, alles voller Treibeis.
Karte aus dem Recap: rechts der Knick in unserem Kurs war der Magnetpol am 24.2.
Wir landen, nachdem der Hubschrauber extra aus seinem Hangar geholt wurde, um eine brauchbare Stelle zu finden, auf der Holl Insel an. Hier haben wir offenes Wasser. Die Insel selbst ist eine steile und steinige Angelegenheit. Aber mit dem Zodiac erreichbar. Wir setzen Fuß aufs Land, fahren dann aber gleich weiter auf eine tolle Zodiactour mit Seeelefanten, Seeleoparden, Adeliepinguinen und vielen Seevögeln. Harry aus NZ, also ein Kiwi, steuert unser Boot. Morgens haben wir als erste Gruppe noch gute Wetter.
Unser Hubschrauber geht auf Erkundung: Wo kann man anlanden ? Fotos: AK
Die Holl Insel ist vor allem für die Wanderer spannend, tolle Gneiss Formationen, wenig Tierwelt an Land. Foto: RK
Nachmittags verlegen wir das Schiff um sechs sm nach Süden und setzen unseren Fuß erstmals auf dieser Reise auf den Antarktischen Kontinent. Die Küste der Browning Halbinsel besteht auch hier aus sehr altem, grobkörnigen Gneiss. Das Terrain ist uns zu steil und felsig und so beschließen wir nochmals eine Zodiactour zu initiieren. Hier haben wir zusätzlich noch eine Weddellrobbe, Seeelefanten und eine große, schon verlassene Adeliekolonie und den großen Vanderford Gletscher. Hier fällt uns sehr hartes Blaueis auf. Nachmittags fängt es wieder an zu schneien, aber wir sind auch fast zwei Stunden unterwegs.
Browning Halbinsel: antarktisches Festland ! Am großen Vanderford Gletscher: sehr hartes Blaueis. Aude kutschiert uns per Zodiac zu den besten Stellen. Fotos: AK
Die meisten Adelies haben ihre Kolonie verlassen und stehen auf Eisschollen rum zum Mausern. Fotos: AK
Oben: Seeelefanten, Mitte links: Seeelefant droht, Mitte rechts: Weddellrobbe, Unten: Seeleopard aus tiefer Perspektive, da muß man sich im Zodiac ganz schön verbiegen und schnell gehen muß es auch. Mit Nikon 500mm. Fotos: 5x AK, RK
Petra zeigte im Recap einen Sender markierten Seeelefanten: der Sender fällt beim nächsten Fellwechsel von selbst ab. Und rechts die vom Satelliten aufgezeichneten Wanderungen von den verschiedenen Brutplätzen.
28.2.: Gemütlicher Seetag in der Lounge auf dem Weg nach Davis und dem Shackleton Ice Shelf
Foto: AK mit Nikon AF-D 2,8/16mm
28.2.: Gemütlicher Seetag in der Lounge auf dem Weg nach Station Davis. Insgesamt 1.100 sm. Wir haben derzeit einen schweren Sturm bei Casey mit bis zu 100 kn Sturm = 180 km/h und sind auf dem Weg zum Shackleton Ice Shelf.

Das Wetter diktiert derzeit unsere gesamt Reise: links - heute liegt der Sturm hinter uns und hat die Station Casey fest im Griff. Bei uns bläst es aber derzeit (18:00) auch mit >50kn. Mitte: Morgen wird es am Westrand des Schelfs günstig sein - nur 5-10kn Wind. Rechts: Übermorgen bleibt es ruhig, aber da müssen wir schon wieder weiter sein...
Ganz aktuelle Studien (Kyle R. Clem et al. vom Dezember 2025) zeigen, was wie seit 30 Jahren erleben, es wird immer wärmer, pro Dekade 1°C und auch immer feuchter. Hatten wir früher meist Sonne und trocken, haben wir heute eher Wolken, Regen und Schnee auch im Sommer... Das Wetter kann uns aber nicht abhalten !
1.3.: 4:33 morgens wir nähern uns dem Shackleton Ice Shelf, wir bekommen SONNE !!! Endlich ! Gegen 8:00 parken wir im Eis und um 10:00 geht's raus. Der Wind hat stark auf ca.20kn nachgelassen, ist aber eisig. 18:30 immer noch SONNE, wunderbar, das hat mir 10 Tage doch etwas gefehlt !
Foto: AK im kurzen Schlafanzug vom eiskalten Balkon aus...
und 50 Minuten später... Foto: AK
am Spätnachmittag immer noch Sonne, einfach toll
und abends immer noch Sonne Fotos: AK

Vollmond um 22:15 Foto: K-W Schulte von seiner Steuerbordkabine aus

Unser "Ankerplatz" im Festeis liegt rechts zwischen den auf Grund liegenden Eisbergen C24 und C21B, die wiederum an die Gletscherzungen stoßen.
Um 10:00 geht's raus: Stiefel, warme Skihose, Parka, Handschuhe, Mütze, Schal, Sonnenbrille und Schwimmweste sind obligatorisch bei einer Wanderung übers Festeis. Wir können zwar auf dem etwa einen Meter dicken Eis kaum einbrechen, aber es gibt Spalten und auch Vorschriften. Die Hiker Gruppe macht sich auf Ski ern davon.
Die Charcot kurz vor dem "Einparken." Das Ziel - Das Festeis am Eis Schelf. Zu Fuß entlang der Pfähle, der neue, geschlossene Rettungsschlitten sorgt für ein sicheres Gefühl auf dem Eis, am Besten, er wird nicht gebraucht. Fast am Ziel, der Gletscher rückt näher. Die Kaiserpinguine wandern mit (200mm Tele!) Fotos: 2xAK, 4xRK
Vormittags ist es zwischendurch leicht bewölkt. Zu Fuß kann man bis ans Schelf wandern: 1,5 km hin und 1,5 km wieder zurück, Renate macht das, kommt aber auch ziemlich müde zurück: auf dem Eis liegen auch noch 30cm gefrorener Schnee.
Ich mache Bilder rund ums Schiff: von uns, den Kaiserpinguinen die nachmittags in Scharen das Schiff gucken kommen, alle fertig gemausert und brutbereit. Renates Gruppe wird auch von Kaiserpinguinen begleitet. Alles in Allem der beste Tag bislang !
Pingos, Pingos, Pingos hinter dem Schiff. Vom Deck 5 hat man die beste Perspektive. Fotos: AK mit Stativ und 500mm
Selfies auf dem Eis. Fotos: AK mit Selbstauslöser vom Stativ, rechts mit KW Schulte am Auslöser
Nachmittags machen wir uns dann auf den Weg nach Station Davis auf. Es sind noch 300 Seemeilen...
2.3.: Heute ist wieder ein Fahrtag: morgens berichtet der Kapitän über das Schiff, die Commandant Charcot und über sein "altes" Schiff, die Astrolabe, den frz. Eisbrecher, den er 10 Jahre lang befehligt hat. Der Tag plätschert so vor sich hin: ich fange wie immer um 5:45 an den Blog zu schreiben, die passenden Bilder aus dem RAW zu entwickeln - das war viel für gestern - bin erst beim Kaffee nachmittags fertig. Renate liest dann Korrektur und dann wird hochgeladen. Um 17:15 gibt es das Recap: bei Davis wollen wir zweimal Zodiacexkursion machen. Abends noch interessante Lichtstimmungen...
Wir fahren mal wieder durchs Treibeis. Renate liest Korrektur. Abends noch interessante Lichtstimmungen. Fotos: AK (bis hier hin 133)
3.3.: 5:30 - werde von der Sonne geweckt ! Gegen 8:00 fahren wir an der australischen Davis Station vorbei, sie liegt im harten Gegenlicht, die großen Wassertanks sind gut zu erkennen. Es wird ein toller Tag mit zwei Zodiacexkursionen vor- und nachmittags.
Vormittags gehen wir als letzte Gruppe auf die Zolotov Insel an Land, die eine große Adelie Kolonie beherbergt hat, die meisten sind nun weg oder mausern. Es gibt zwei Wege: links den Berg rauf geht Renate, fit nach neuem Sportprogramm und geradeaus zur anderen Seite der Insel "läuft" Achim.
Wir im Zodiac, Karl-Werner ist in unserer Gruppe "Gelb". Rechts Überblick von oben über die Inseln. Fotos: RK
Oben drauf wird es dann wieder flacher. Es ziehen Wolken rein. Der Soersdal Gletscher ist gut zu sehen Fotos: RK

Entlang der weitgehend verlassenen Kolonie erreicht man die andere Seite der Insel. Fotos: AK
Skua Paradies, ein Paar "bewirtschaftet" etwa 1.-2.000 Adelie Paare hat man auf der antarktischen Halbinsel festgestellt. Die Skuas brauchen sich bloß bei den Pinguinküken zu bedienen, um ihre eigenen Junges (unten rechts) großzufüttern Fotos: AK

Das Schiff liegt südwestlich der Zolotov Insel. Von hier können wir Zolotov gut erreichen. Nach Mule dauert es länger, weil wir den ganzen Latemula Inlet bis zum Ende fahren.
Nachmittags machen wir eine ziemlich weite Zodiacfahrt zum Festland auf die Mule Halbinsel - wieder als letzte Gruppe - landen wir nach 30 min am Ende des langen Latemula Inlet. Grandiose Felsformationen erwarten uns.

Oben: vom Gletscher glatt gefegte Hochebene. An tieferen Stellen bleiben flache Seen zurück. Auch sog. "Dykes" sind zu bewundern: dort sind in Risse flüssige Lava eingedrungen und färbte die dünne Schicht dunkelgrau bis schwarz. Das ist alles metamorphes Sediment oder Gneiss. Geschichtet, gekippt und stellenweise wie "Schweizer-Käse" durchlöchert, sog. Tafoni, was durch Erosion entstanden ist. Zeit genug war ja dafür: 1,1 - 2 Mrd. Jahre. Fotos: 3x AK, 2x RK
Wir werden eine halbe Stunde später zurück aufs Schiff beordert, weil der Soersdal Gletscher einen großen Eisberg gekalbt hat, der mir 3-4 kn aufs Schiff zuläuft. Der kippt dann um 90° um.
Die helle Abbruchstelle liegt rechts vom Gletschertor. Die sichtbare Höhe beträgt dort ca. 50 m, das bedeutet noch mind. 200 m unter Wasser, der Eisberg kippt nach vorn und löst eine 2,5 m hohen Welle aus, für die Charcot ohne Bedeutung, wohl aber für die Zodiacs, die solange im Inlet bleiben müssen, bis die Welle durchgelaufen ist. Rechnerisch ist das Volumen des Eisbergs 10x so groß wie das der Charcot.
Der Kapitän weicht aus - was mit ausgefahrener Zodiacplattform nur langsam geht - und dann kommt der Eisberg glücklicherweise 500 Meter vor dem Schiff zum Stillstand, weil er Grundberührung bekommt. Wir sehen nur das Resultat: den frischen Abbruch am Gletscher und den Eisberg neben dem Schiff. Die entstandene Aufregung erklärt Kapitän Devorsine im Recap: das Schiff liegt zwischen dem neuen Eisberg vom Soersdal Gletscher und unkartiertem Gebiet.

Alles gelaufen: der Eisberg hat Grund in etwa 500 m Abstand, bevor er uns den geloteten Kurs (rote Linien auf dem Radarbild) kreuzen kann. Das ganze Gebiet war bislang unkartiert. So können wir auf der roten Kurslinie problemlos zurückfahren.
Er bringt die schlechte Nachricht: wir müssen zurück ! Die offene Zodiacplattform ist beim Manövrieren mehr als hinderlich. Fotos: AK
Die Zodiacs machen Speed und wir werden äußerlich ziemlich naß, wohl dem, der die Kameras wasserdicht verpackt hat und auch vernünftige Zodiac-Hosen hat. Unsere HellyHansen sind dem leicht gewachsen, wir bleiben inwändig trocken. Das Wetter wird schlechter, windiger und es beginnt zu schneien. Wir bekommen dafür einen großartigen Sonnenuntergang.
Letzter Blick vor der Abreise auf die Eiskappe und den bröckeligen, von tiefen Spalten durchzogenen Soersdal Gletscher. Fotos: AK
Letzte Blicke auf die Ostantarktis: oben - die Davis Station im abendlichen Schneetreiben; unten - Eisberg im Sonnenuntergang Fotos: AK
Heute ist Mittwoch, Samstag Morgen sollten wir die ersten Inseln, die Kerguelen, erreichen. Der Archipel liegt im südlichen Indischen Ozean auf 49° südlicher Breite und 70° östlicher Länge, 3782 km von der südafrikanischen Küste und etwa 2000 km vom antarktischen Festland entfernt.
4.3.: wir haben strikten Nordkurs Richtung der subantarktischen, frz. Inseln. Abends haben wir noch einen sehr schönen Tisch mit Lucia und Angelique sowie zwei sehr netten Australier-/Neuseeländer-innen. Unser Trip entlang der Antarktis dauerte damit vom 21.2. bis zum 3.3.26 = 12 Tage, weil wir erst am 4.3. spät nachts den 60°S wieder überschreiten:
Unsere Route entlang der Ostantarktis (from Cruisemapper.com)
Fazit des ersten Reiseteils: Wir haben viel gesehen, hatten nicht immer das beste Wetter, aber das ist nun mal so. Die Route war spannend und hat sich für uns voll gelohnt. Nette Leute, viele alte Bekannte, Top Expeditionsteam, exzellente Schiffsführung.
Mein "Arbeitsplatz" in der Observation Lounge auf Deck 9: Laptop, Renates wertvolles Notizbüchlein, Kameras und warme Jacke immer griffbereit, in Sekunden bin ich draußen, wenn's was zu sehen gibt.
Warum schreiben wir Reiseblogs? Live hier täglich frisch mit den neuesten Fotos und Fakten: Weils Spaß macht und wir auch nach Jahren nachschlagen können, was wann wo war! Früher haben wir neben unserer wissenschaftlichen Arbeit auch Reisebücher für große Verlage geschrieben, heute will kaum jemand noch Lesen. Alles findet im Internet statt - also macht Bloggen Sinn.
Diese beiden unserer Reisebücher von 2006 und 2009 stehen auch in der Präsenz Bibliothek der Charcot zur Verfügung, viel Spaß beim Blättern und Lesen... Renate schreibt Reisetagebuch, für viele unserer Veröffentlichungen eine ungeheur wichtige Quelle.
Nun beginnt der 2. Teil unserer Reise: die subantarktischen Inseln
5.3.: Seetag zum Ausruhen
Südlicher Eissturmvogel und Kurzschwanz-Sturmtaucher neben dem Schiff. Fotos: AK (bis hierhin 168)
6.3.: Wir segeln vormittags an der Heard- und MacDonald Insel außer Sichtweite vorbei. Eine nahe Passage hat die australische Naturschutzbehörde verboten, macht nix, ist eh nebelig! Nachmittags müssen wir die Biosecurity Prozedur für Hose, Parka, Fotopack, Stühlchen und Stativ komplett wiederholen, da wir ja nichts aus der Antarktis nach Kerguelen transportieren wollen:

Biosecurity Prozedur für Hose, Parka, Fotopack, Stühlchen und Stativ
7.3.: Morgens um 6:00 gehts los mit der Landschaftsbetrachtung vom Schiff aus. Nachdem wir einen Teil der Strecke mit dem großen Zodiac vorweg gelotet haben, weil nicht kartiert, erreichen wir gegen 10:00 Porte Jeanne d'Arc. Die erste Gruppe fährt gegen 11:00 mit den Zodiacs an Land. Da hier nur 60 Leute gleichzeitig an Land dürfen, sind wir erst um 14:00 dran. Die Navigation zwischen den Inseln dürfte dem Kapitän einige Seemannskunst abverlangen, sind wir doch das erste Passagierschiff überhaupt in diesen Gewässern. Bis zur Covid-Epidemie konnten auf dem Versorgungsschiff Marion Dufresne 8 Paxe mitfahren, seitdem nicht mehr. Die Kerguelen sind 1772 vom Franzosen Yves Joseph de Kerguelen deTremarec entdeckt worden. Sie haben den Spitznamen Islands of Desolation. Sie sind ca. 4.000 km von Australien, 3.800 km von Südafrika und 2.000 km von der Antarktis entfernt.
Einfahrt in den Golfe du Morbihan
Die Engstelle am Ende von Long Island. Die Seekarte zeigt 100m, aber das Zodiac misst bloß 30m!
Um 14:30 gehts für uns los zur alten, norwegischen Walfangstation (1906-26) Port Jeanne d'Arc. Zwei französische Brüder haben die Konzession für die Gebäude erteilt. Als Dank ist die Station nach der französischen Nationalheldin benannt worden. Heute wird noch ein Gebäude als Sommerstation für die Feldforschung genutzt, genauso primitiv, wie es damals war, aber Biologen und Geologen sind ja genügsam: Dach überm Kopf und warmes Essen reicht :-)


Anders als beispielsweise in Stromness oder Grytviken auf Südgeorgien wurde hier der Metallschrott noch nicht aufgeräumt oder gar restauriert...
Wir hatten jedenfalls einen tollen Tag hier an Land und auch bei der Fahrt durch die Inselwelt!
8.3.: 5:25 vor Sonnenaufgang auf dem Weg zur Larose Bay. Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung, aber das Licht ist noch nicht so gut. Als wir um 8:30 starten, ist es viel besser. Geologe Harry macht mit uns die beste Zodiactour der ganzen Reise! Saint Annes Finger ist unser Wegweiser, dort befindet sich eine große Kolonie Königspinguine, die neugierig wie sie nun einmal sind, auch gleich bis zum Schiff heraus schwimmen.
Die besten 1,5 Stunden Zodiac dieser Reise:

Halb links in Bildmitte sieht man braune Küken aus der Frühbrut zwischen den Adulten, aber auch ziemlich wenig. 100% Bildausschnitt von oben, zur Orientierung das Zodiac. Tabelle aus Kostrzewa 2011. Ausgesprochen schlechte Brutjahre wurden auch für 2009 + 2010 beschrieben (BRISSON‑CURADEAU et al. 2023). Barbraud et al. geben für diese Kolonie rechts und links des "Fingers" ca. 65.000 Brutpaare für den März an. Kerguelen gesamt soll ca. 350.000 Paare beherbergen, ca. 22% der Weltpopulation (Barbraud et al. 2020).
....nur fünf Küken auf diesem Bild bei 100% Ansicht, erschreckend wenig !

Auf der Ostseite, wo die Station steht, sind Bodenzählungen an den Stränden möglich, der Rest der Insel ist durch Gebirge und Unzugänglichkeit nur per Satellit erfaßbar. Dann gibt es noch Probleme mit der Auswertung bei Seeelefanten, die im Tussokgras liegen, da muß man mit mathematischen Schätzungen arbeiten. Trotz alledem ist dies die derzeit genauest mögliche Auswertung (Laborie J. et al. 2023). 100.300 Weibchen wurden so gezählt, mehr als doppelt so viele wie ursprünglich angenommen. Nach Südgeorgien mit 110.000, beherbergt damit Kerguelen die zweitgrößte Kolonie weltweit, zusammengenommen macht das ca.80% des Weltbestandes aus!
(202)
Die Königspinguine von Larose Bay sind allemal eine Tour wert. Über diesen Uferabschnitt wacht Saint Annes Finger, eine Lavaintrusion, die etwa fünf Mio. Jahre alt ist. Am Ufer liegen auch zahlreiche Seelefanten. Auf der Rückfahrt finden wir noch eine kleine Ansammlung Kerguelen Shags.
Ab nachmittags bekommen wir schweren Sturm - den heftigsten bislang und verkrümeln uns in die Beer Cove. Die Westküste zu erkunden ist keine Option mehr. Hier gibt es eine große Macaroni Kolonie:
Hier nun ein Ausschnitt aus der Kolonie, habe 4 Bilder, die ich zu Hause zu einem Panorama-Foto zusammensetzen werde.
Ross volcano in the south similarly is 1-2 million years old. All these volcanic complexes are extinct. But the inaccessible southwestern peninsula still shows active fumaroles as well as hot water basins reaching 80°C. (https://www.volcanocafe.org/kerguelen-and-the-demise-of-gondwana/comment-page-1/). Das bräunliche Wasser sollte vulkanisch sein. Foto: AK.
Rechts: Fönwolken über der Bay. Foto: K-W Schulte
9.3.: STURM - Der setzt sich heute fort: Alle Außendecks sind zu, die Balkone auch. Durch das Stampfen fallen teilweise die Aufzüge aus. Dank der Stabis rollt es so gut wie nicht, aber das Restaurant auf Deck 9 bleibt zu. Schwankt zu stark da oben. Im großen Restaurant auf "5" geht es ruhiger zu. Wellen > 7 m, Wind >50 kn. Das bisher schlechteste Wetter, aber mit Sonnenschein.

..die "Roaring Forties", dann kommen die "Furious Fifties" - nur von der Brücke aus zu sehen: der Blick nach vorn...
10.3. : Immer noch Sturm, die unruhigste Nacht bislang auf der Charcot, bezogen auf alle Reisen. Wellen von halb Steuerbord, Wind von halb Backbord, sagte der Kapitän. Abends haben wir einen sehr schönen Tisch mit Elsa und Remi sowie einem lettischen Ehepaar. Da wir morgen früh rausmüssen - wir erreichen ganz früh die Crozet Inseln - wird der Absacker an der Bar auf später verschoben. Wir machen drei Tage nur 11 Knoten Fahrt, was uns mindestens einen zusätzlichen Seetag beschert
Sturm, Sturm, Sturm... da geht die Gischt bis hoch auf Deck 9, auf der Brücke auf Deck 8 sind die Scheibenwischer machtlos Fotos: RK
11.3. : Crozet Inseln - Ile de l'Est ist unsere erste Station: Wir segeln um 6:30 im Norden vorbei, da sind wir etwas vom Sturm geschützt. Trotzdem auf Deck 6+9 kann man sich kaum halten. Der Wind haut einen die Vögel aus dem Sucher des 500mm Objektivs. Sehr schwierig. Die Landschaft ist großartig.
Ile de l'Est, das Wetter beginnt gegen 7:00 aufzuklaren
Riesensturmvogel im Tiefflug über dem Meer. Wanderalbatrosse brüten hier an Land und sind daher zahlreich in der Luft vertreten.
Auf dieser Wiese brüten ca. 45 BP des Wanderalbatros, Aude, eine unserer Naturführerinnen, hat dort vor 10 Jahren beringt.
Rußalbatros (Sooty Albatross) und ein Riesensturmvogel. Um Crozet herum ist Albatros Land. Man sieht sie auf den Wiesen brüten und allenthalben in der Luft...
Neun Seemeilen weiter: Erst halten wir unterhalb der Station von Ile de la Possession dann finden wir in der Baie Americaine Zuflucht und gehen vormittags um 11:45-13:15 als erste Gruppe (gelb) raus: kaum Wind und Sonnenschein, was will man mehr. Die Gruppen am frühem Nachmittag haben mehr Wind und Wolken. Glück-Pech-Prinzip halt, die Gruppen rotieren nach festem Schema, so daß das "Pech" jeden ereilen kann.
Crozet - In der Baie Americaine fahren wir gemütlich Zodiac. Ganz rechts am Strand stehen die Junggesellen der Königspinguine
Entlang der Bay Americaine gibt es viel zu sehen
Königspinguine in der wachsenden Kolonie bei der Station von Possession Island
12.3. : Auf See Richtung Kapstadt: am Vormittag klart das Wetter auf und wir bekommen Sonnenschein ! Der Swell beträgt nur noch 2,5 m, die Temp. 7,5°C und der Wind immerhin noch 25 kn.
(231)
Graukopfalbatros (Thalassarche chrysostoma) gilt als einer der schnellsten Vögel im horizontalen Flug und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 127 km/h. Diese bemerkenswerte Geschwindigkeit wurde durch Satellitentracking während eines Sturms über der Antarktis aufgezeichnet, wobei die Vögel diese Geschwindigkeit über acht Stunden hielten. Rückenwind mag da geholfen haben... Abends letzter Blick zurück auf Crozet: der Rock Percé
13.3. - 16.3. : Seetage, wir räumen auf, bei den Fotosachen, Bildern und auch die warmen Zodiacklamotten werden vorgereinigt und verstaut bis zum Herbst...
500 km nördlich von Crozet sehen wir die letzten Albatrosse, die unser Schiff begleiten (13.3. vormittags). Oben: zwei Schwarzbrauenalbatrosse (Mollymauks). Unten: Wanderalbatros mit zwei begleitenden Walvögeln.
15.3. : Wir haben zwei Schulen Grindwale auf Steuerbord, der Kapitän stoppt das Schiff. Wir beobachten ca. eine halbe Stunde:
Wasser und Luft ca. 20°C, 700 Seemeilen vor Kapstadt, Kurs NW: Grindwale, zwei große Schulen! Rechts: leicht erkennbar an der Rückenfinne und dem runden Kopf. Die Weibchen haben ihre Kleinen in die Mitte genommen und schwimmen schnell... sie fliehen vor mehreren Orcas!
Einen davor hab ich erwischt. Das sieht sehr nach Flucht aus... Fotos: AK

16.3.: Farewell Party auf dem Helideck: Kapitän Devorsine hält eine Ansprache. Nachmittags um 16:00 laufen wir ein:
Fotos: AK
18.3.: Kapstadt - Brillenpinguin-Kolonie am Boulders Beach
Wir sind vom 17.-21.3. im Protea Hotel (by Marriott Cape Town) Waterfront Breakwater Lodge und machen vom 17. bis zum 19.3. Tagesexkursionen. Gebucht hatten wir auf Anraten von Freund K-W Schulte bei http://www.Africascout.de. Der Mittwoch war geplant für 8:00 am Boulders Beach, was dank Fahrer und Guide Heiko Schulze auch prima geklappt hat. So früh hatten wir die Pinguine fast 1,5h ganz für uns allein. Konnte mein Stativ und den Hocker aufbauen und in aller Ruhe Fotos machen. Wenige Kurzzeit Zuschauer störten dabei nicht. Erst als um 9:45 die erste Bustruppe und dann noch eine sehr disziplinierte Grundschulklasse ankam, wurde der Platz eng. Wir haben dann um 10:00 eingepackt und waren um 700 Fotos bereichert.

Morgens um 8:10 ist alles leer, dafür gibt es ein Begrüßungskomitee

Eier legen und Junge ausbrüten, das ist der Lebenssinn der Pinguine
Das ist viel Arbeit: Nestbauen was der Angebeteten auch gefällt, vor dem Eierlegen muß das Männchen ran: Balzen, Kopula. Der hier guckt erstmal wie das gehen könnte, dann rutscht er auch noch ab und Sie - nu klapp doch endlich deinen Schwanz runter auf meine Kloake, oh Mann. So wird das nix...
Ich bin ganz in meinem Element: Ideale Arbeitsbedingungen bis 9:45, dann wird's voll...
Wenn die Erwachsenen genauso diszipliniert wie diese Kinder wären, hätten wir auch weiter fotografieren können... Diese nette Lehrerin fragte mich wahrhaftig, ob sie denn nicht stören würden ? Die Kinder durften dann auch mal durch die Kamera gucken.
Dann hat uns Heiko Schulze (ist auf Facebook) von seiner Arbeit beim Pinguin Reinigen nach einer Ölpest (2000) erzählt und einen Termin am frühen Nachmittag in der Station SANCCOP gemacht, die aus den damaligen Aktivitäten hervorgegangen ist. Heute werden nicht nur Pinguine gereinigt und gesund gepflegt, sondern auch verlassene Eier eingesammelt und ausgebrütet, sowie verlassene Kücken aufgezogen. Das ist ziemlich erfolgreich, die Eier schlüpfen zu ca.80%, die Kücken werden großgefüttert, mausern ins Adultgefieder und werden dann wieder am Brutort Stony Beach oder Boulder Beach freigelassen.

Gerade für individuelle Touren ist Heiko Schulzes >30-jährige Erfahrung rund um Kapstadt einfach Gold wert. Wir hatten dank Renates individueller Recherche einen Plan für alle drei Tage, aber der konnte mit dem Wissen von Heiko in jede Richtung optimiert werden, danke dafür! Wir haben viel mehr gesehen und erklärt bekommen als gedacht. So auch immer dann geguckt, wenn nicht gerade die Bustouris alles verstopften.
Die afrikanische Population hat 1910 noch 1,5 Mio. Pinguine betragen, aktuell sind es nur noch ca. 20.000. Überall gehen die Zahlen weiter zurück, Klimawandel, weniger Fische sind die Hauptursachen. Drei Festlandskolonien existieren neben 24 Inselkolonien. Einzig die Boulder Kolonie wächst, dank der Zuwächse auch aus dem SANCCOP Rettungsprogramm für Eier und Jungvögel.
In Arbeit...
19.3.: Wir machen die Tour zum Kap und auf den gewundenen Chapman Peak Drive (Maut pflichtig) entlang der Steilküste direkt in den Sonnenuntergang:
Foto: H.Schulze
Fotos: AK
Zum guten Schluß:
Foto: 2.2.23, Achim Kostrzewa
Wir waren ja schon 2023 auf der ersten Semicirculation mit vielen Offizieren, Kapitän Devorsine, Lektoren, der EL Florance Kujper und vielen Gästen zusammen. Wir haben uns sehr gefreut, diese alle wieder zu sehen. Unser Dank gilt allen, die zu diesem Reiseerfolg beigetragen haben.
22.3.: deutsche Zeit ca.17:00 Ankunft von Condorflug aus Kapstadt mit ca. 10 Stunden Verspätung wegen eines defekten Triebwerk-Temperatursensorsan an einer A330 Neo: Kapstadt um 18:00 vom Flughafen zurück in ein von Condor gebuchtes Hotel, 3:00 nachts mit dem Bus abgeholt und zurück zum Flughafen, 3:40 wieder eingecheckt, ABER Sicherheit öffnet erst um 4:40, da hätten wir noch eine Stunde länger schlafen können. Condor hätte das wissen müssen. Im Flieger geht auch in der Business so nach und nach alles aus, Soft-Getränke, Obst, Espresso & Snacks. Dann wieder Frankfurt, Renates Koffer kommt quasi sofort, meiner erst ganz am Schluß nach einer Stunde... Heimfahrt in 2:10 problemlos, wenigstens was, Home sweet Home.
Literatur:
Barbraud C. et al. (2020): Population trends of penguins in the French Southern Territories, Polar Biology 43:835–850.
BRISSON‑CURADEAU E., SCHEFFER A., TRATHAN P., ROQUET F., COTTE C., DELORD K., BARBRAUD C., ELLIOTT K., BOST C.-A. Investigating two consecutive catastrophic breeding seasons in a large king penguin colony. Scientific Reports. 2023, 13, 12967
Clem, K. R. et al. (2025): Chapter 7: Meteorology and Climate of Antarctica, in: Meteorology and Climate of the Southern Hemisphere, Cambridge University Press, pp. 241 - 283.
Kostrzewa, A. & R. Kostrzewa (2007): Aktuelle Pinguin-Forschung: Pinguine und die globale Erwärmung. (Übersicht). Naturwiss. Rundschau 60: 397- 403.
Kostrzewa, A. (2010): Klimawandel: Pinguine – Überlebenskünstler in der Antarktis. BIUZ 40: 101-109.
Kostrzewa, A. (2011): Königspinguine bald Opfer der globalen Erwärmung? Naturwiss. Rundschau 64: 564-570.
Kostrzewa, A. (2020): Der Kaiserpinguin - ein Vogel der Superlative. BIUZ 50: 44-51.
Laborie J. et al. (2023): Estimation of total population size of southern elephant seals (Mirounga leonina) on Kerguelen and Crozet Archipelagos using very high-resolution satellite imagery. Front. Mar. Sci. 10:1149100.
Text © Achim Kostrzewa & Fotos: AK ( ) & Renate Kostrzewa ( ) © ab 17.2.2026; kein Nachdruck erlaubt, Zuwiderhandlung wird verfolgt!

Disclaimer: wir haben die Reise, über die ich hier berichte, wie immer bei Polaris-Tours gebucht, selbst bezahlt und sind nicht von Ponant gesponsert,